Helferbrunch
Ein Dankeschön allen Helferinnen und Helfern
Ein Dankeschön allen Helferinnen und Helfern
Eine Woche nach der Regatta auf dem Sarnersee fand im Seeclub Stansstad das traditionelle Helferessen statt – ein Sonntagsbrunch als Dank an alle, die vor und hinter den Kulissen zum Gelingen des Grossanlasses beigetragen haben. Brunch-Organisatorin Martina Küng und ihr Team hatten reichlich aufgetischt: Bei so viel liebevoll arrangierten Köstlichkeiten von frischem Zopf und selbstgemachten Schinkengipfeli, über Obst und Müsli bis zu Lachs und Thon-Canapés hatte man die Qual der Wahl. Mit 61 teilnehmenden Clubs und einem Melderekord von über 1600 Booten war die 40. Regatta Sarnen europaweit die grösste Veranstaltung dieser Art, berichtete OK-Präsidentin Dorothy Rosenberger. Sie verdankte das grossartige Teamwork der über 250 Helferinnen und Helfer an den verschiedenen Positionen, vom Auf- und Abbau bis zum Sanitätsdienst, den Schiedsrichtern und Motorbootfahrern bis zur Festwirtschaft und dem Kuchenbuffet der Junioren.
Ein spezieller Dank ging an die langjährigen Hauptsponsoren Von Atzingen AG, Elektro Schuler, Chavanne Yacht & Bootswerft und Swisslos sowie an die Patronate der einzelnen Rennen. Christoph Amstutz, Präsident des Ruderclubs Sarnen, dankte schliesslich Dorothy Rosenberger und der OK-Vize-Präsidentin Susanne Haberthür für die grossartige Arbeit und übergab ihnen je eine Tüte voll Obwaldner Spezialitäten zur Stärkung. Nach dem Brunch hiess es dann: «Auf Wiedersehen im nächsten Jahr! Wir freuen uns, wenn Ihr wiederkommt». Für das OK und die 18 Ressortleiter geht die Arbeit hinter den Kulissen bereits weiter. Es gilt, die Schlussabrechnung zu machen und Unterkünfte für 2027 zu organisieren, denn: «Nach der Regatta ist vor der Regatta.»
Sonntag 2026
Am Wochenende wurde an der Internationalen Ruderregatta Sarnen fleissig gerudert. Bei sommerlichen Bedingungen traten Ruderinnen und Ruderer in Alterskategorien von der U15-Juniorinnen und -Junioren bis zu den Masters F (Altersdurchschnitt des Bootes über 60 Jahre) an. Insgesamt waren 1611 Boote aus 61 Ruderclubs aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und Grossbritannien am Wochenende an der Regatta am Start, ein nationaler Melderekord. Die hohe Zahl an Meldungen unterstreicht die Bedeutung der Sarner Regatta im Ruderkalender, als einer der letzten Gradmesser vor den Schweizer Meisterschaften. Entsprechend dicht gedrängt war das Programm auf dem Sarnersee, während zwei Tagen fanden im Fünf-Minuten-Takt Rennen von früh bis spät ausgetragen statt. Auch Ruderinnen und Ruderer aus dem Ruderclub Sarnen waren sehr erfolgreich. Die Favoritinnen im Masters-Doppelzweier, Kylin Lee Achemann und Claudia Britschgi-Rohrer, konnten zwei Goldmedaillen für den Ruderclub Sarnen errudern. Darüber hinaus waren für den 26 weitere gemeldete Booten des RC Sarnen in Juniorenkategorien am Start, die auch kräftig mitmischten. In den Finalrennen am Sonntag fuhren vier Boote auf den Silberrang. Unter den Silbermedaillengewinnern waren mit Benjamin Graf und Kilian Widli auch zwei Youngsters aus der U15-Kategorie.
Auch der Seeclub Stansstad konnte sich über einige Erfolge freuen. Die weltcuperprobten Ruderer Alexander Bannwart und Gian Luca Egli konnten im Männer Doppelzweier sich im Feld der Elite ebenfalls durchsetzen. Ebenfalls Gold holte Nevia Egli zusammen mit Laura Stornaiuolo vom Ruderclub Aarburg. In einem absoluten Ziellinien-Krimi gewannen die beiden im Doppelzweier der Juniorinnen U15 mit nur 5 Hundertstelsekunden Vorsprung vor ihren Kolleginnen Lily Schöni und Elanor Wolf aus dem Ruderclub Lausanne.
Samstag 2026
Starker Auftritt der Unterwaldner Athletinnen und Athleten
Bei ausgezeichneten Wetterbedingungen konnten am ersten Tag der Regatta sämtliche Vorläufe programmgemäss durchgeführt werden. Der Tag startete mit hauchdünnen Rennen der Lokalmatadorin Alina Christen vom Seeclub Stansstad. Bei Streckenhälfte konnte sie sich an Ladina Panier (RC Baden) vorbeischieben, die ihrerseits am Pfingstwochenende an der Regatta Cham gesiegt hatte. Doch Ladina wollte sich nicht so einfach geschlagen geben und drehte am Schluss noch einmal richtig auf, sodass es auf der Ziellinie zu einem wahren Krimi kam. Gerade einmal 31 Hundertstel betrug der Vorsprung von Alina im Ziel, die Stansstader Fans konnten jubeln.
Im Mastersdoppelzweier der Frauen beeindruckten Lee Acherman und Claudia Britschgi-Rohrer vom Ruderclub Sarnen mit einem dominanten Sieg. Die beiden erruderten sich einen Vorsprung von 10! Sekunden auf das restliche Feld. Ebenfalls im Doppelzweier am Start für den Ruderclub Sarnen waren die beiden U15-Doppelzweier mit den Youngsters Kilian Widli und Benjamin Graf, die zusammen mit ihren Klubkolleginnen Gioia Biele und Vanessa Bucher starke Rennen zeigten und für die Zukunft hoffen lassen.
Schweizer Kaderathleten in Topform
Neben neuen und alten Gesichtern waren auch dieses Jahr einige grosse Namen am Start. Im sehr grossen Teilnehmerfeld des Männer Einers konnte Alexander Bannward (SC Stansstad) mit einem Vorlaufsieg seine Form bestätigen, die anderen Vorläufe haben seine Verbandskollegen Lenardo Salerno (CC Lugano), Matteo Müller (SC Sursee) und Constantin Feuerstein (GC Zürich) für sich entschieden. Auch die beiden Vorläufe im Einer der Elitefrauen waren von hochwertigem Format. Mit Maria Rosa Wiki (CC Lugano) und Lotta Plock (RC Rapperswil-Jona) siegten zwei Athletinnen, die des Öfteren in Sarnen anzutreffen sind, wenn sie sich für internationale Wettkämpfe vorbereiten.
Dichtes Feld bei den Grossbooten
Besondere Freude bereitete das grosse Feld im Frauen Achter. Im ersten Lauf mussten sich die Siegerinnen der Regatta Cham vom Ruderclub Zürich gegen ihre Stadtkolleginnen vom Belvoir Ruderclub Zürich geschlagen geben. Den zweiten Vorlauf konnte der Seeclub Zürich für sich entscheiden. Auch der Achter der Männer bot ein spannendes Rennen. Nach seinem dominanten Sieg in Cham konnte sich der RC Erlenbach erneut vor dem Belvoir RC platzieren. Auch im Mixed-Achter konnten die Ruderinnen und Ruderer des Ruderclub Erlenbachs einem Sieg nachdoppeln.
Freitag 2026
Am Tag davor
Freitagnachmittag, 14 Uhr. Es ist der Nachmittag vor der grossen Ruderregatta mit über 1'600 Booten.
Der Bootslagerplatz hinter dem Minigolfplatz Sarnen ist um diese Zeit noch so gut wie leer. Nur vereinzelt tut sich etwas auf der grünen Wiese. Wer von weither kommt, ist als erstes da: Ein Team aus Grossbritannien montiert die Ausleger an einem Achter. Die Anreise war gut, nur etwas sehr früh sind sie aufgestanden, morgens um drei. Von London nach Zürich geflogen, dann weiter per Zug. Ohne Boot, das stellt der Seeclub Stansstad, Headcoach Patrick Rudaz hat das vermittelt. Und auch seine Freunde aus England motiviert, zur Regatta in die Innerschweiz zu reisen. Die Briten freuen sich auf drei tolle Tage, auf und neben dem Wasser, „We will have a good time“. Ebenfalls schon da ist ein Team aus Freiburg im Breisgau. Die jungen Frauen stellen an der Seepromenade ihr grosses Zelt auf und schleppen dann Proviant herbei für die nächsten drei Tage. Aus Lautsprechern tönt entspannte Musik, Mannen in Blau, das Team von Elektro Schuler, richtet die Soundanlage ein für die Speaker von morgen. Auf dem Steg, wo ab Samstagmorgen die begehrten Medaillen verteilt werden, posieren Stockenten. In Sichtweite wird die Zielkamera eingerichtet, die Speakerkabinen sind schon parat. Elektriker verlegen geschäftig viele Meter Kabel. Auf der grünen Wiese rollt ein weiterer Kleinbus mit Anhänger an: Kennzeichen TI, es sind die Canottieri aus Locarno. Gut gelaunt posieren auch sie für ein Foto. Daneben sind Equipen vom Genfersee eingetroffen, ihr Anhänger ist mit neun Booten auf vier Ebenen übereinander schwer beladen. Ruhig und konzentriert wird abgeladen, routiniert geht das vor sich, jeder Handgriff sitzt. Von Anspannung oder Stress ist noch wenig zu merken.
Der Himmel ist leicht bewölkt, der See ruhig. Hoffen wir, dass es so bleibt, das wären gute Bedingungen für die 40. Sarner Ruderregatta.
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